logistequal

Für mehr Inklusion in der Logistik.

Eine junge Lagermitarbeiterin im Rollstuhl. In der linken oberen Ecke das Förderlogo vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie.

das Projekt

Ein Lagermitarbeiter in einem elektrischen Rollstuhl neben einem Förderband als Symbol für das Projekt logistequal.

Was ist logistequal?

logistequal ist ein vom BMK gefördertes Projekt, das dem Fachkräftemangel in der Logistikbranche entgegenwirken soll. Dabei sollen die Möglichkeiten und Grenzen der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung im Logistik-Sektor aufgezeigt werden. Das Programm unterstützt ausgewählte Logistikunternehmen von der Prüfung der baulichen Barrierefreiheit bis hin zur Unterstützung bei der Personalsuche/-auswahl von Menschen mit Behinderung (MmB).

10 Punkte

Mithilfe von zehn Maßnahmen wollen wir den Einsatz von qualifizierten Menschen mit Behinderung in unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern in Logistikunternehmen fördern. Dies soll helfen dem Fachkräftemangel in dieser Branche entgegenzuwirken. Unsere zehn Punkte sind:

1. Quick-Check der baulichen Barrierefreiheit

Eingang, Aufzug, WC und Türen sind nur einige Beispiele für technische bzw. organisatorische Voraussetzungen. Mithilfe einer praxisorientierten Analyse werden im ersten Schritt die Gegebenheiten am Standort des Unternehmens ermittelt, sowie eruiert, mit welchen Formen von Behinderung zukünftige Mitarbeiter:innen für welche Aufgabenbereiche in Frage kommen. 

Eine Person überprüft mit einem Klemmbrett die Barrierefreiheit im Lagerbereich, der unscharf im Hintergrund zu sehen ist.
Eine blinde Person auf einem Leitstreifen aus Noppenplatten als Beispiel für bauliche Barrierefreiheit.

2. Unterstützung bei Umbauförderungen

Sollten Umbaumaßnahmen erforderlich sein (z.B. barrierefreies WC, Vibrations-Räumungsalarm für Gehörlose Mitarbeiter:innen, etc.), kann bei der Planung (z.B. Suche nach geeigneten Anbietern) und Identifikation von Fördermöglichkeiten unterstützt werden.

3. Maßgeschneiderte Spezial-Workshops​

Unter dem Motto „Welche Fähigkeiten, die wir benötigen, haben MmB?“ finden individuelle Workshops statt. In einem „Perspektivenwechsel“ erleben Mitarbeitende, wie körperliche Einschränkungen zugleich Stärken fördern. Dabei werden unternehmensspezifisch unterschiedliche Einschränkungen simuliert.

Symbolisches Bild für Seminare von logistequal: Teilnehmer:innen stehen im Kreis und tauschen sich aus.
Nahaufnahme von einer Person im Rollstuhl auf dem Weg zu einem Bewerbungsgespräch.

4. Bewerbungscoaching bei MmB

Mangelnde Erfahrung bei Bewerbungsgesprächen mit MmB sorgen für „Berührungsängste“ bzw. Stereotypen. Diese werden abgebaut und stattdessen die Qualifikationen des MmB in den Fokus gestellt. Weiters werden Themen wie Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz (falls notwendig), Arbeitsrecht aus der Praxis zu den Themen Ausgleichstaxe, Kündigungs- und Diskriminierungsschutz etc. behandelt.

5. Unterstützung bei der Personalsuche von MmB​

Unsere Kontakte zu NGOs und Institutionen für MmB auf Arbeitssuche im regionalen Umfeld helfen geeignete Kandidat:innen zu finden.

Lagermitarbeiter und Managerin im Rollstuhl arbeiten gemeinsam an der Personalsuche und Einsatzplanung im Lager.
Junge Person ohne Hände vor einem Laptop, symbolisiert eine inklusive, digitale Austauschplattform für Menschen mit Behinderung.

6. Plattform zum Austausch für MmB

Diese Website sowie Social-Media-Kanäle sollen für einen zielgruppengerechten Stellenmarkt für Arbeitssuchende und Unternehmen sorgen. Für MmB wird eine Bewerbungsplattform geschaffen.

7. Onboarding von MmB im Unternehmen​

Dieser Punkt umfasst das Onboarding von Praktikant:innen und Fixangestellten mit Behinderung im Unternehmen. Teambuilding-Maßnahmen wie beispielsweise Workshops und Einzelcoachings in den Abteilungen unterstützen die Integration ins Team.

Vier junge Menschen sitzen an einem Tisch und führen eine fünfte Person im Rollstuhl in das Unternehmen ein.
Eine junge Person mit Armprothese macht ein Praktikum in einem Logistikunternehmen.

8. Gestaltung eines Praktikumsangebotes​

Durch die Vernetzung mit Schulen (insb. HTL & HAK), Elternvereinen und Ausbildungseinrichtungen sowie Unternehmen sollen Praktikumsangebote geschaffen werden. Durch den Aufbau dieser Netzwerke kann bereits während der Schulausbildung ein Fokus auf das Thema MmB in der Logistik gelegt werden. 

9. Projekthandbuch​

Auf Basis der im Projekt gewonnen Erkenntnisse wird ein Handbuch erstellt. Dies ermöglicht auch Unternehmen, die nicht in der ersten Phase des Projekts teilnehmen, an den gewonnenen Erkenntnissen teilzuhaben.

Eine Person blättert durch ein Projekthandbuch, das speziell für Unternehmen entwickelt wurde, die erst später am Projekt teilnehmen.
"Qualitätssiegel" als Symbol für unsere Auszeichnung an geprüfte und inklusive Unternehmen.

10. Kennzeichnung der Unternehmen​

Teilnehmende Unternehmen werden am Ende des Projekts mit dem logistequal-„Gütesiegel“ ausgezeichnet. Dieses Siegel steht für eine besonders inklusive Untenehmenskultur in der Logistik.

über uns

Drei Personen auf einer Bühne, links Erich Neuwirth, mittig Michael Sicher (im Rollstuhl), rechts eine Moderatorin.
© Leadersnet / H. Auer

Wer steckt hinter logistequal?

logistequal ist ein vom BMK gefördertes Projekt der Reinercon GmbH, einer 2015 gegründeten Unternehmensberatung. Die beiden Eigentümer haben langjährige Erfahrung mit MmB in der Logistik und bereits eine Reihe von ähnlichen Projekten umgesetzt. Projektpartner Michael Sicher setzt sich seit vielen Jahren mit unterschiedlichsten Projekten für Barrierefreiheit einDas Projekt logistequal verbindet jahrzehntelange Erfahrung von MmB in der Logistik der Reinercon mit der Barrierefreiheit-Expertise von Michael Sicher.

unsere Expert:innen

Die vielseitigen Erfahrungen und Expertisen unseres Teams machen es zu Profis in Sachen MmB in Logistik und Spedition.

Porträt von Projektleiter Erich Neuwirth

Erich Neuwirth, M.A., M.Sc.

Nach Jahrzehnten in Personalwesen und Logistik ist Erich Neuwirth als einer der Gründer der Reinercon GmbH seit 2015 selbstständig. Dabei prägte die Arbeit mit Menschen seine gesamte berufliche Laufbahn. Mit dem jüngsten Projekt „logistequal“ verbindet er nun seine Erfahrung mit Inklusion und Vielfalt mit den fast 20 Jahren Tätigkeit als Personalchef in einem Transportunternehmen.

Porträt von Projektpartner Michael Sicher

Mag. Michael Sicher, M.Sc.

Seit über 20 Jahren berät Michael Sicher mit busypeoplecoaching Führungskräfte. Mit seinem Projekt equallywelcome macht er die Barrierefreiheit in Wien sichtbar. Als Person im Rollstuhl steht in all seinen vielen Projekten Barrierefreiheit immer an erster Stelle. Seine große Expertise liefert einen wichtigen Beitrag zum Inklusions-Projekt logistequal.

Porträt von Projektpartner Harald Fiedler

Harald Fiedler

Nach 30 Jahren in der Buchhaltung gründete Harald Fiedler seine eigene Firma trotz-dem. Mit dieser leistet er seit fast 20 Jahren wichtige Aufklärungsarbeit zum Thema Menschen mit Behinderung mit besonderem Fokus auf Blindheit. Neben seiner Mitarbeit beim Projekt Dialog im Dunkeln unterstützt er als Person mit Blindheit mit seiner Expertise das Projekt logistequal.

logistequal Teilnehmer:innen

Diese Logistikbetriebe nehmen bereits am Projekt logistequal Teil:

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